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Alles über den Bolonka Zwetna

Wissenswertes über die bunten Schoßhündchen

Bolonka Zwetna ist russisch und heißt "Farbiges Schoßhündchen".
Warum farbig? Alle Farben, bis auf reinweiß, sind nach dem Rassestandard erlaubt.

Familien, Rentner, Sportler, Singles, Allergiker, Anfänger, Mieter? Für wen sind Bolonka Zwetnas gut geeignet? Und für wen eher nicht?

Aus weißen Hündchen, die schon im 18. Jh. am russischen Zarenhof lebten, wurden ab 1950 farbige Hunde gezüchtet: die Geburtsstunde des Bolonka Zwetna.


Das passende Geschirr, Leine oder Halsband. Welcher Napf, Futter und Leckerlis? Hier geben wir nützliche Tipps zur Grundausstattung Ihres Bolonka-Welpen.

Was sind die üblichen Marktpreise für Bolonka-Zwetna-Welpen?
Mit welchen Kosten muss man rechnen?
Billige Welpen kaufen: Lohnt sich das?


 

Bolonka Zwetna


Herkunft:  Russland  

 

Bolonka heißt auf russisch Schoßhündchen;
Zwetna bedeutet farbig,

somit: Bolonka Zwetna
= Farbiges Schoßhündchen


Widerristhöhe: bis 26 cm

(Rüden und Hündinnen)
 

Idealgewicht: 3 - 4 kg

(Rüden und Hündinnen)
 

Lebenserwartung/Alter:

Bolonkas werden in der Regel
etwa 15 Jahre alt.

Besonderheit:

Erlaubt sind alle Fellfarben, außer reinweiß und weiß gescheckt. Von dieser bunten Palette möglicher Fellfarben stammt auch der Name der Rasse Bolonka Zwetna.
 

Charakter/Wesen:

Ein liebevoller, zärtlicher Hund mit lebhaftem Temperament und ausgeglichenem Charakter.
 

Haarkleid:

Lang, seidig und glänzend mit starker Unterwolle. Der ganze Körper ist dicht und üppig mit Fell bedeckt. Die große Locke wird bevorzugt; welliges Fell ist jedoch auch zulässig.
 

MEHR INFOS ZUR RASSE?

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Was ist eigentlich ein Bolonka Zwetna?

Rassebeschreibung Bolonka Zwetna   -   In aller Kürze


 

 

 

 

 

 

 


 

 

 

 

Fell und Farben des Bolonka

Bolonka haben ein langes, dichtes und seidig glänzendes Fell. Das Fell sollte große Locken oder Wellen bilden.

Ein echter Vorteil ist: Bolonka haaren nicht so, wie man es von anderen Hunden kennt! Jedoch haben sie Unterwolle, die regelmäßig herausgebürstet werden muss. Das Fell sollte man daher mindestens 2-3 mal die Woche gründlich bürsten.

Im Vergleich zu anderen Hunderassen gibt es beim Bolonka Zwetna eine echte Besonderheit: Nach dem Rassestandard erlaubt sind alle Fellfarben, außer reinweiß.

Die Fülle an Fellfarben macht den Bolonka Zwetna als Hunderasse besonders interessant - und sie gibt ihm zugleich seinen Namen:  Zwetna bedeutet nämlich farbig.

Und die Palette möglicher Fellfarben beim Bolonka ist äußerst farbenfroh. Hier sehen Sie einige Beispiele für die Farbenvielfalt des Bolonka Zwetna:

Bolonka Zwetna Welpe schwarz

SCHWARZ

Bolonka Zwetna schokobraun

SCHOKOBRAUN

Bolonka Zwetna Farbe Fuchsrot

FUCHSROT

Bolonka Zwetna Farbe Apricot

APRICOT

Bolonka Zwetna Schokobraun aufgehellt

SCHOKOBRAUN AUFGEHELLT

Bolonka Zwetna creme

CREME

Bolonka Welpe goldzobel

GOLD-ZOBEL

Bolonka Zwetna Welpe rotgold-zobel

ROTGOLD-ZOBEL

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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Wesen und Charakter des Bolonka Zwetna

Bolonka Zwetna Welpe schleckt Mädchen am GesichtBolonkas sind in der Regel:



Für wen ist ein Bolonka Zwetna geeignet?    Und für wen nicht?

Hierfür ist der Bolonka Zwetna geeignet:

Idealer Anfängerhund     

Die Erziehung eines Bolonka ist in der Regel nicht sehr anspruchsvoll. Somit sind Bolonkas ideale Anfängerhunde. Der Besuch einer Hundeschule wird Hunde-Anfängern aber empfohlen.

Haltung auch in kleinen Wohnungen
gut möglich    

Aufgrund ihrer geringen Größe fühlen sich Bolonkas auch in kleineren Wohnungen wohl - sofern sie genügend Auslauf haben.

 

Bolonkas neigen zudem nicht zu übermäßigem Kläffen. Auch das macht sie für dichteres Wohnen, z.B. im Mehrfamilienhaus oder in der Mietwohnung, geeignet.

Für Senioren 

Bolonkas müssen nicht zwingend sehr weite Strecken laufen, um sich wohl zu fühlen. Daher sind sie auch für Senioren gut geeignet.

Auch für sportliche Menschen interessant 

Der Bolonka muss zwar nicht, aber er kann durchaus größere Touren laufen ohne dabei zu erschöpfen. Daher ist er für sportliche Menschen interessant.

Als prima Familienhund 

Der Bolonka ist ein prima Familienhund, der Kinder in der Regel liebt und akzeptiert und im Familienauto nicht viel Platz benötigt.

Als Spielgefährte für Kinder 

Kinder sind meist total begeistert von den kleinen Hündchen und können wunderbar mit ihnen spielen.

 

Wichtig ist aber, dass es immer fair dabei zugeht und der viel kleinere, körperlich unterlegene, Hund von den Kindern gut behandelt wird. So kann man das offene und liebevolle Wesen des Bolonka Zwetna, auch Kindern gegenüber, bewahren.

 

Hierfür ist der Bolonka Zwetna nicht geeignet:

Für Zwingerhaltung und für längere Zeiträume alleine (Berufstätige)  

Bolonkas sind Schoßhündchen und daher sehr auf Menschen bezogen.

 

Nicht geeignet sind Bolonka daher etwa für die Zwingerhaltung im Freien. Auch für Menschen, die ihr Tier z.B. berufsbedingt oft längere Zeit allein lassen müssen ist ein Bolonka eher ungeeignet.

Allergiker  

Der Bolonka Zwetna ist kein Allergiker-Hund. Für Allergiker sind Bolonka nur unter Umständen geeignet. Es kann gutgehen - muss aber nicht.

 

Bitte lassen Sie vor dem Kauf eines Bolonka-Welpen unbedingt die Verträglichkeit prüfen. Siehe auch Text weiter unten.




Bolonkas und Kinder

Bolonkas sind von ihrem Wesen und auch wegen ihrer Größe äußerst gut für das Zusammenleben mit Kindern geeignet. Jedoch ist es besonders wichtig, dass die Kinder angeleitet werden, wie man richtig mit einem kleinen Hund umgeht.

Ein Bolonka, der von Kindern nicht gut behandelt wird, kann seine Offenheit und Zutraulichkeit Kindern gegenüber verlieren und es wird ein schwieriger Prozess, das verlorene Vertrauen wieder herzustellen.

 

 

Bolonkas als Allergikerhunde

Gemeinhin werden Bolonkas aufgrund ihres in der Regel nicht-haarenden Fells als für Allergiker geeignet beschrieben. Aus Erfahrung in unserer Bekanntschaft müssen wir sagen, dass Hundeallergiker zwar wesentlich schwächer auf Bolonkas reagieren als auf viele andere Rassen. Dennoch sind Bolonkas nicht grundsätzlich für alle Allergiker geeignet. Eine Verträglichkeit ist keineswegs garantiert! Wir raten zu einem ärztlichen Test auf Verträglichkeit.

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Die Geschichte des Bolonka Zwetna

Die Anfänge: Weiße Schoßhündchen aus Frankreich

Seit der Renaissance erfreuten sich kleine weiße Schoßhündchen vom Typ Bichon bzw. Bologneser in französischen Adelshäusern größter Beliebtheit und Bewunderung.

Durch die engen Verbindungen des französischen und des russischen Adels wurden diese Hunde, wohl im frühen 18. Jahrhundert, auch ins zaristische Russland verbreitet. Dort nannte man sie - ihrer Herkunft entsprechend – „französisches Schoßhündchen“, also Bolonka Franzuska. Auch Katharina die Große (1762-1796) wußte wohl die kleinen Hunde sehr zu schätzen.

Mit dem Ende des Zarenreichs 1917 brachen die Handelsbeziehungen mit dem Ausland ab und die Sowjetunion wurde isoliert. Durch die Isolation begann eine eigenständige Weiterzucht des Bolonka Franzuska auf russischer Seite.

 

1950er und 1960er Jahre: Der Bolonka wird farbig

In der Sowjet-Ära war es kaum möglich, Hunde aus anderen Ländern zu importieren. Als jedoch in der 1950er Jahren in Rußland ein wachsendes Interesse nach neuen Hunderassen und vor allem nach Kleinhunderassen entstand, behalf man sich damit, verschiedene vorhandene Hunderassen miteinander zu kreuzen – und so allmählich neue zu kreieren.

So begann man, in den weißen Bolonka Franzuska andere Kleinhunde einzukreuzen, vermutlich vor allem Hunde der Rassen Shi Tzu, Pekinese und Lhasa Apsos. Nach und nach änderte sich so das Erscheinungsbild der Hunde – vor allem jedoch änderte sich: DIE FARBE.

Aus dem weißen Bolonka Franzuska war eine neue Hunderasse entstanden: das „Farbige Schoßhündchen“. Auf Russisch: Tsvetnaya Bolonka bzw. eingedeutscht: Bolonka Zwetna.

1964 wurde der erste Rassestandard für den Bolonka Zwetna erstellt und 1966 offiziell vom sowjetischen Landwirtschaftsministerium genehmigt. Dies ist sozusagen die Geburtsstunde des Bolonka Zwetna als offizieller Rassehund.

 

Die 1980er Jahre: Der Bolonka Zwetna kommt nach Deutschland

Auf diplomatischem Wege gelangte im Jahre 1978 ein erstes Bolonka Zwetna-Pärchen aus der Sowjetunion in die DDR. Ab diesem Zeitpunkt folgten weitere Importe.

Ab Mitte der 80er Jahre wurden die farbigen Schoßhündchen in der DDR sehr populär und der Bestand entwickelte sich rasch – obwohl teilweise heimlich und ohne Papiere gezüchtet wurde. Einigen Quellen zufolge zählte der Bestand in der DDR zuletzt etwa 5.400 Bolonka Zwetnas.

Nach dem Mauerfall gelangte der Bolonka-Zwetna in den Westen und erfreut sich immer mehr an Beliebtheit.

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